Eiskalte Drohung

“Aber wenn Du mir jetzt keine Gutenachtgeschichte mehr vorliest, dann kann ich gar nicht einschlafen, und dann bin ich morgen ganz müde, und dann bin ich morgen ganz schlecht gelaunt, und dann kriegst Du das alles ab!”

Ja, so ist das halt. Und der Knabe kann gar nichts dafür! Die Sachzwänge, Sie verstehen …

For Want of a Nail

Gerade habe ich unsere Fahrradersatzteilkiste durchsucht. Wir sind exzellent ausgestattet. Unter anderem enthält diese Kiste …

  • zwei intakte und originalverpackte Fahrradschläuche
  • ein halbes Dutzend nicht mehr intakte Fahrradschläuche, z.T. mit herausgeschnittenem Ventil, sorgfältig zusammengefaltet (wenn man mal Gummistücke braucht, oder um Dinge federnd aufzuhängen, oder um Vordachpfosten gegen Autotüren zu polstern, oder …)
  • drei Flaschenhalter für kleine Trinkflaschen
  • zwei Flaschenhalter für Literflaschen
  • eine alte Vorderbremse, noch mit diesen süßen kleinen Bremsklötzen
  • eine alte Bowdenzughülle
  • zwei Ersatz-Bowdenzugdrähte von jeweils mehreren Metern Länge
  • zwei unbenutzte Fahrradcomputer
  • ein Batterie-LED-Rücklicht
  • eine alte Vorderlampe, komplett mit 2,4-V-Glühbirne
  • eine Palette mit Rücklicht-Glühbirnchen, ca. 100 Stück (als ich noch ein Glühbirnchen-Rücklicht hatte, ist mir alle paar Wochen ein Birnchen durchgebrannt. Ich habe seit Jahren kein Glühbirnchen-Rücklicht mehr — aber falls ich jemals wieder ein Glühbirnchen-Rücklicht haben sollte, bin ich gerüstet)

Aber eine Ersatz-Halogenbirne für einen modernen Fahrradscheinwerfer war nicht dabei.

Gesundheitsrekord

Irgendwann um Weihnachten rum hatte ich nochmal so einen richtigen Infekt, mit Fieber und tagelang bettlägerig und so, aber seitdem: ganze Familie gesund!

Traumhaft. So fühlt sich das also an.

Jetzt ist wieder der Alltag eingekehrt. Anfang des letzten Wochenendes wurde diese Serie von 6(!) “Ganze-Familie-gesund!”-Wochen durch erste Hustenattacken bei Kind 2 beendet, und mittlerweile schniefen und husten und röcheln beide Kinder ganz allerliebst, besteste Frau von ganzes Welt kommt nur noch für Arztbesuche und Nahrungsaufnahme und -abgabe aus dem Bett, und ich inhaliere fleißig und überlege, ob ich mir die Mühe mache, mich offiziell krankschreiben zu lassen, oder ob ich einfach nur in der Firma anrufe und Überstunden abbaue.

Schade. Die Serie hätte gern noch ein paar Tage anhalten können.

 

Bakker muss zahlen!

Durch einen Kommentar hier habe ich davon erfahren und mal gegooglet: endlich hat mal jemand geklagt — und Bakker muss zahlen!

Begründung:

Ein Durchschnittsver­braucher müsse annehmen, dass ihm 50.000 Euro überwiesen werden.

“Lediglich bei genauem Studium und engagiertem Lesen der kleingedruckten Textteile”, steht in dem noch nicht rechtskräftigen Urteil, “ist es möglich, dass bei einem juristisch gebildeten Verbraucher gewisse Zweifel aufkommen.”

Es sei in den Unterlagen sogar davon die Rede, dass der Gewinn “so schnell wie möglich ausbezahlt” werde und die Gewinnerin “mit niemandem zu teilen brauche”. Das Gericht sprach auch vier Prozent Zinsen und 8300 Euro Verfahrenskosten zu.

(Quelle: KURIER.at)

Aber vermutlich wird Bakker in die Berufung gehen. Irgendwie muss die Rechtsabteilung ja ihre Existenz rechtfertigen.

 

Profitipp für Passivhausbesitzer

Wird’s Dir kalt im Passivhaus,
lass erstmal den Ofen aus:
schau am Schalter an der Wand,
ob vielleicht durch Kinderhand
euer Lüftungsapparat
plötzlich neue Order hat!
Hat das Kind daran gedreht
bis das Ding auf “Sommer” steht,
geht die Abluft aus dem Haus
ohne Wärmetausch heraus,
und die Zuluft mit null Grad
Fröstelfrust zur Folge hat…

Merke:
Kinderlachen wärmt Gefühl,
Kinderspiel macht Häuser kühl.

Bundeslieger

Sogar unser Jüngster weiß schon, was der Begriff “Bundesliga” bedeutet:
“Bundesliga, das ist … also, wenn die Fußballer ganz doll schießen, und die schießen welche an, dann liegen die da.”

Simplify Your Life mit IKEA

IKEA ist mehr ist als nur ein Möbelhaus, schon seit Jahren. Aber mittlerweile habe ich den Eindruck, dass nur noch die Hälfte des Katalogs sich um BILLY und Co dreht. Geschätzt ein Viertel des Angebotes sind KÄRTSEN, WASÄN oder SERVIÄTENRINGÄ. Was mir bisher noch nicht aufgefallen war: das verbleibende Katalogviertel besteht aus Kisten, Kästen, Kartons, Haken, Hängern, Säcken und Dosen, mit denen man versuchen soll, einen Rest Ordnung in KRIMSKRÅMS, NIPPÄS und STÄHRÜMCHEN zu bringen.

Ist das nicht ironisch? Erst verkaufen sie einem den Schrott, und dann verkaufen sie einem noch mehr Schrott und die Hoffnung, dass man damit dann seinen Haufen Schrott noch irgendwie organisiert kriegt.

Fehlt nur noch, dass jede IKEA-Filiale einen kleinen Buchladen neben dem IKEA-Restaurant einrichtet, mit solchen Titeln wie “Schöner Leben mit Massivholzmöbeln” oder “Simplify Your Life” oder “Weniger ist mehr”…