Det fiel mir ooch noch uff…

Menschen, Räder, Sensationen

2008-05-14 · 3 Comments

Es war ein kühnes Unterfangen, und zwischendurch schien es zum Scheitern verurteilt. Die Vorbereitungen waren überhastet, die Ausrüstung ungetestet, das Training unzureichend, nur halbherzig der Wille: ein Misserfolg hätte niemanden erstaunt! Keep reading →

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Grammatik-Nazi meinte, dies ist was fuer dich

2008-05-05 · 5 Comments

Die Amis bezeichnen Leute wie mich ja als “Grammar-Nazi”, also als Grammatik-Nazi, auf Deutsch höre ich normalerweise einfach nur ein geseufztes “Klugscheißer…”.

Gerade musste ich über mich selber schmunzeln: Ich überflog meinen Spam-Ordner (”Viagra blabla Nebenjob blabla Viagra blabla Lotterie blabla Viagra blabla Aktien-Tip blabla”), und mein Blick blieb automatisch hängen an der Betreffzeile “Corinne meinte, dies ist was fuer dich”.

“Dies ist”?
Mindestens “dies sei was” für mich, aber vermutlich eher “dies wäre“, verdammt nochmal!

Und der Witz ist, dass mir sowas tatsächlich oft einfach ins Auge springt. Vielleicht sollte ich Lektor werden.

Wahrscheinlich würde ich noch an der Himmelspforte einen Rausschmiss riskieren, weil ich Petrus unbedingt auf einen Rechtschreibfelher im Passierschein aufmerksam machen muss…

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BGH-Richter abgehört?

2008-05-02 · 2 Comments

Das Blog von Anne Roth zu lesen ist lohnenswert, weil man darin jede Menge Unterhaltsames aus dem Alltag einer ganz normalen vom deutschen Rechtsstaat überwachten Familie erfährt. Aber diese Bemerkung in einem ihrer Einträge hat mich noch mehr irritiert als die ganze kafkaeske Kacke, die ihr sonst widerfährt:

Bei der Transmediale habe ich die Tochter eines ehemaligen Richters am Bundesgerichtshofs kennengelernt. Sie schockte alle am Tisch damit, dass sie niemals irgendwas wichtiges oder persönliches unverschlüsselt per Mail verschicken würde. Weil sie ja als Kind und Jugendliche mit der Überwachung aufgewachsen ist und zu ihrem Alltag gehörte, dass ihr Telefon abgehört wurde. Sie geht ganz automatisch davon aus, dass mitgehört wird.
Die BGH-Richter werden alle abgehört und wissen das auch. Es dient der gegenseitigen Kontrolle. Wundert sich jetzt noch irgendwer, dass deutsche Richter so leichtfertig Überwachungsmaßnahmen gegen andere unterschreiben?

Bitte was??? Alle BGH-Richter werden abgehört? Ist das so? Darf das?

Was ist denn dann mit Ministern oder Abgeordneten? Sind die nicht ähnlich wichtig und des Kontrollierens wert?

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Aus der Rubrik “Carpe Diem”:

2008-04-29 · 2 Comments

Neil Gaiman schreibt: “I’ve never had writers tell me, drunkenly, that they wished that they were in marketing, while I’ve definitely listened to marketing people drunkenly mourn their vanished writing careers.”

(vage Übersetzung:“Mir hat noch nie ein Schriftsteller in betrunkenem Zustand erzählt, dass er wünschte, er würde im Vertrieb arbeiten, während ich definitiv schon betrunkenen Vertrieblern zugehört habe, die ihrer entschwundenen Schriftstellerkarriere hinterhergeweint haben.”)

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Musikhalle - der Morgen danach

2008-04-28 · 4 Comments

Die Wahlergebnisse sind da, und das Bürgerbegehren hat mit 70% der Stimmen überragend gewonnen.

Und jetzt?

Zunächst: Ich war überrascht, wie deutlich die Abstimmung ausgegangen ist. Nach der Propagandaschlacht der letzten Wochen hatte ich wirklich keine Ahnung mehr, wie die Gesamtstimmung in der Bevölkerung sein könnte. Fast alle, mit denen ich mich unterhalten habe, waren gegen eine städtische Beteiligung an der Musikhalle unter den gegebenen Umständen, aber wenn man nach der Zeitungsberichterstattung vor der Wahl urteilt, dann waren 90% der “Leute auf der Straße” dafür. Offenbar war ich nicht der Einzige, der von der Klarheit der Entscheidung überrascht war, denn einige Kommentare der Musikhallenfreunde in der Wahlnacht klingen überrascht und gekränkt: wieder einmal wurde der Untergang der westlichen Zivilisation heraufbeschworen, Münster wurde ein Abstieg in die kulturelle Drittklassigkeit prophezeit und abermals die “Kultur gegen Sozial”-Karte gezogen. Das wollen wir mal verbuchen unter “Verletztes Um-sich-Schlagen” — Schwamm drüber. Ich will jetzt nicht aufzählen, wieviele Leute ich kenne, die Musiker sind oder reich oder beides, und die trotzdem die Musikhalle unter diesen Umständen für eine blöde Idee halten.

Wie geht es weiter?

Optimaler Ausgang wäre, wenn noch die nötigen Spenden zusammenkommen, um eine schöne große Musikhalle zu bauen, und sich vielleicht auch eine Stiftung findet, die die (fast sicher nötigen) Finanzspritzen für den laufenden Betrieb zur Verfügung stellt. Münster sollte eigentlich genügend viele genügend reiche Mitbürger haben, nicht?
Alternativ dazu kann man ja noch hoffen, dass die Stadt in ein paar Jahren das Defizit abgebaut hat. Dafür haben wir ja schließlich das Rödl-Gutachten in Auftrag gegeben. Und wenn die Stadt erst einmal im Plus ist, dann sollten wir in der Lage sein, ein solches Projekt auch rein aus öffentlichen Mitteln zu stemmen.

Aber egal ob Spenden oder Haushaltssanierung: ich werde nicht die Luft anhalten, bis es dazu kommt.

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Kirschblüten

2008-04-26 · No Comments

Kirschblüten wie Schnee,
das ist so ein Klischee!
Aber ich bin davor nicht gefeit:
Halb schon wach, halb im Traum
sah ich morgens den Baum
und dacht wirklich, es hätt nachts geschneit…

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Musikhalle für alle?

2008-04-23 · 8 Comments

Musikhalle, ja oder nein?

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Ein richtiger Junge

2008-04-23 · 2 Comments

Gerade war ich plötzlich und nur schwer erklärlich gerührt, als ich beim Wickeln feststellen musste, dass Junior nicht nur Flicken auf der Hose hat, sondern Grasflecken auf den Flicken auf der Hose hat.

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Liebe Firma Microsoft, lieber Bill Gates,

2008-04-21 · 2 Comments

mich nerven Produktschlüssel. Ich kann ja verstehen, dass Du Dich davor schützen willst, dass Deine schöne Software einfach so von aller Welt kopiert wird, ich kann mich auch dazu durchringen, irgendwelche alphanumerischen Zeichenfolgen von zwei Dutzend Zeichen Länge abzutippen, und ich halte Dir immerhin zu Gute, dass dieser Produktschlüssel nicht auf der CD selber aufgedruckt ist, wie ich es anderswo schon erlebt habe (toller Witz, das…). Vielleicht bin ich auch momentan einfach nur erkältet und nörgelig, aber trotzdem:

Können wir uns darauf einigen, dass Produktschlüssel, wenn sie schon sein müssen,

  • FETT,
  • in einer Serifen-Schriftart und
  • in einer Schriftgröße, die von Normalsichtigen auch auf, sagen wir, zwei Meter Entfernung noch lesbar ist,

auf diese neckischen Aufkleber gedruckt werden?

Das hätte mir heute morgen das Leben etwas erleichtert.

Danke.

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Nochmal “Pulp Fiction”, diesmal typographisch

2008-04-18 · No Comments

Gerade wiedergefunden: Auf YouTube gibt es ein hübsches kleines Video, welches die zweite Szene aus der Shakespeare-Version typographisch untermalt. War bestimmt viel Arbeit, sieht aber gut aus:

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Shakespeares “Pulp Fiction”

2008-04-17 · 1 Comment

Schlauer Mensch, dieser Kevin Pease, und gut mit Worten:

ACT I SCENE 2. A road, morning. Enter a carriage, with JULES and VINCENT, murderers.

J: And know’st thou what the French name cottage pie?
V: Say they not cottage pie, in their own tongue?
J: But nay, their tongues, for speech and taste alike
Are strange to ours, with their own history:
Gaul knoweth not a cottage from a house.
V: What say they then, pray?
J: Hachis Parmentier.
V: Hachis Parmentier! What name they cream?
J: Cream is but cream, only they say le crème.
V: What do they name black pudding?
J: I know not;
I visited no inn it could be bought.

… und es wird gepiekst und nicht geballert: Keep reading →

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Bilderrätsel

2008-04-14 · 10 Comments

Heute, liebe Kinder, spielen wir ein kleines Ratespiel:

Was könnten diese Kameras bewachen?

Hochsicherheitstrakt

Die Auflösung:

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Chinesische Fackelschützer

2008-04-11 · No Comments

Der Spiegelfechter ist mir bloggenderweis zuvorgekommen, aber mir war es bei der Zeitungslektüre auch schon aufgefallen: Die chinesischen Polizisten in blauen Trainingsanzügen, die die olympische Fackel schützen sollen, während sie durch eine Reihe von Metropolen getragen wird, kommen in der Presse gar nicht gut weg. Keep reading →

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Firmenteeküchenfundstücke

2008-04-09 · No Comments

Ging heute über den Firmenverteiler:

War ne kleine Tiefkühlbox,
wurde wohl vergessen.
War ne kleine Tiefkühlbox,
wollte keiner essen!
Wurde schimmelig und grau,
fing an zu verwesen,
wer das äß, dem würde flau:
wär nicht gut gewesen!

Diese kleine Tiefkühlbox
steht jetzt ganz alleine
hier auf meinem Schreibtisch rum –
hol sie, sonst wird’s meine!

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Sommerzeit

2008-04-08 · 2 Comments

In der Firma kam heute die Frage auf, warum man eigentlich die Sommerzeit nicht wieder abschafft. Irgendwelche Argumente müssen doch dafür sprechen, oder?

Erste Antwort: “Die gab es schon immer.”
Großes Gelächter, und dann stellten wir uns Steinzeitmenschen vor, die ihre innere Uhr verstellen, und ein paar olle Kelten, die alle halbe Jahre Stonehenge um ein Zwölftel hin- und zurückdrehen…

Das schreit eigentlich nach Perscheid, Gary Larson oder Beetlebum, oder?

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Neulich, in der Apotheke…

2008-04-07 · No Comments

Aus der Rubrik “Was es nicht alles gibt”:

Für die moderne Frau

Es handelt sich hierbei um — wie soll ich sagen? — eine Art Poliermaschine für die zarte Haut weiblicher Wangen. Wer also Angst hat, sich mit dem Auftragen von Feuchtigkeitscreme den Lack zu zerkratzen, kann sie auch wunderbar schonend mit dieser kleinen Backen-Bohnermaschine einmassieren.

Demnächst:

  • Lipgloss per Miniatur-Farbrolle
  • Rouge per Airbrush
  • selbstaufziehende Lockenwickler mit Elektromotor

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Code-Kommentare

2008-04-03 · 2 Comments

Dinge, die man in Programmcode eigentlich lieber nicht lesen möchte: Keep reading →

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Völlig fertig und nichts geschafft

2008-03-30 · No Comments

Wieder einmal sind die Ferien zu Ende, und ich habe nichts geschafft.

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Wieder was gelernt

2008-03-27 · No Comments

Aus der Rubrik “Wieviel Zahnpasta passt in die Tube?”, heute:

“Wieviel Schokolade ist in einem Schokoladenkäfer?”

Schokoladen-Simon

Und die Antwort lautet: Ein halbes Gesicht von Mund bis Ohr, zwei Handflächen, ein Pulloverärmel und große Teile des Tisches.
Das ist eine Menge Schokolade.

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Das Fassungsvermögen des gemeinen Säuglings

2008-03-27 · No Comments

Die Osterferien sind bald vorbei, diverse Verwandte besucht, jede Menge Autobahnkilometer sind befahren worden und eine Menge Dinge gelernt. Unser Milchmonster zum Beispiel hat in den letzten paar Wochen das Krabbeln gelernt, das Hochziehen und Aufrichten an Dingen (mit Sonderpunkten für nachgiebigen Halt, wie durch Hosenbeine oder Bodenvasen), die ersten Grundlagen der Kommunikation über Fingerzeig und Silbengebrabbel, den Genuss von Fisch, Brechbohnen und Kohlrouladen… bestimmt habe ich noch was vergessen.

Überhaupt, das Essen:
Im Laufe von 24 Stunden hat unsere kleine Fressmaschine beispielsweise Brei aus drei Löffeln Reisflocken, ein halbes Glas Apfelmus, anderthalb Scheiben Butterbrot, einen kleinen Topf Gemüsematsch, noch eine Portion Brei (wieder aus drei Löffeln Reisflocken) mit einem halbem Glas Apfelmus, diverse Scheiben Zucchini mit italienischen Kräutern und zwei Fläschchen Milch vertilgt — ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Wenn man im Geiste die Menge einer durchschnittlichen Mahlzeit auf den Rumpf unseres Mutantenkindes projiziert, dann stellt man fest, dass es zwischen Becken und Schlüsselbein nur noch aus Magen bestehen kann.

Beim nächsten Arztbesuch werden wir Junior nüchtern hinschleppen müssen, damit der arme Doktor Holtmannspötter noch was anderes ins Stethoskop kriegt als Verdauungsgeräusche. Jetzt ist mir auch klar, warum der die letzten Male immer so konzentriert die Achsellymphdrüsen abgehört hat: da haben die Lungen gesessen!

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