“Tut mir leid, ich wusste nicht, dass Du den auch essen wolltest! Wenn ich das gewusst hätte, dann hätte ich Dir natürlich was übrig gelassen, aber jetzt ist er weg. Tut mir leid.”
“NEIN! Selber essen!”
“Aber der ist jetzt in meinem Bauch! Was soll ich denn machen?”
AKR: “Ich habe bei Richard so lange Metal hören müssen, bis mir Metal irgendwann gefallen hat. Und das, obwohl ich vorher Techno gehört habe!”
(Für mich klingt das nach: “Ich habe solange bei Burger King essen müssen, bis es mir irgendwann geschmeckt hat — und das, obwohl ich vorher bei McDonalds zu dinieren pflegte!”…)
Mit kranken Kindern, da kriegt man Schlafentzug:
Fünfeinhalb Stunden? Für wen ist das genug?
Nach ein paar Tagen schon läuft man halbtot rum!
Zombiepapa, Zombiepapa, Zombiepapa, Zombiepapa
Unserem Großen geht’s nicht mehr ganz so flau,
Doch jetzt beim Kleinen, da weiß man nicht genau:
entweder Pseudokrupp oder Err-Ess-Vau…
Zombiepapa, Zombiepapa, Zombiepapa, Zombiepapa
Auch unser Auto, das kränkelt leider schon:
kurz vor der Arztpraxis erklingt ein fieser Ton,
denn ohne Auspuff bringts fünfmal soviel Phon
Rött-töttöttött, Rött-töttöttött, Rött-töttöttött, Rött-töttöttött
Und um die besteste Frau von ganzes Welt
ist es gerade nicht allzu gut bestellt,
weil ihre linke Hand lieber nichts mehr hält: Karpaltunnel, Karpaltunnel, Karpaltunnel, Karpaltunnel…
(Das Ganze war übrigens inspiriert von diesem Video
(hübscher Junge da, mit den “tangled sheets”, oder?) mit u.a. Neil Gaiman, Cory Doctorow, Bruce Schneier und den Nielsen Haydens,
Besteste Frau von ganzes Welt und ich waren eigentlich mit Beruf und Nachwuchs schon ganz gut ausgelastet: Projektstress, Personalstress, Kita-Start, Kinderkrankheiten. Warum mussten wir uns dann in den Kopf setzen, schnell noch zwischendurch ein zweites Kind zu kriegen? Und parallel dazu mal eben noch ein Haus zu bauen? Und das in der reichlich verbleibenden freien Zeit auch noch fix mal zu streichen und einzurichten? Und den Umzug wie immer einfach selber zu organisieren, statt mal Geld in die Hand zu nehmen und das Profis zu überlassen?
Für sich genommen sind das alles machbare Aufgaben, aber zusammen? *argl*
Im Herbst hatte ich das erste Mal in meinem Leben einen Burnout. Im Nachhinein nicht wirklich überraschend, bei der Belastung, aber für mich eine neue Erfahrung. Bis dahin hatte ich immer Jobs und Lebensumstände, bei denen ich locker mal eben ein paar Tage oder Wochen lang doppelte Schichten fahren konnte. Da musste dann halt mal ein Spieleabend ausfallen, oder eine Chorprobe. Und länger als zwei bis drei Wochen dauerte so eine Phase sowieso nicht — alles kein Problem also.
Diesmal waren es mehrere Monate, in denen ich mich gerne dreigeteilt hätte: tagsüber in der Firma “nein, ich bin noch nicht fertig, sorry, aber ich arbeite dran”, abends bei Sohnemann “tut mir ja leid, dass ich erst jetzt komme, aber wir können nicht mehr spielen! Jetzt ist schon Zeit für’s Bettchen!”, und danach “Nein, bFvgW, ich kann Dir jetzt noch nicht den verspannten Rücken massieren, ich muss erst vor der Dämmerung noch schnell in den Neubau und ein paar hundert Quadratmeter Wandputz abschleifen…”. Ich wurde niemandem mehr gerecht, und das geht mehr an die Nieren als all die Arbeit. Aber damit war dann irgendwann Schluss, als ich mir zu allem Überfluss einen grippalen Infekt einfing und völlig zusammenklappte.
Wieder was gelernt.
Vorsätze für 2010, militärisch formuliert: Landgewinn konsolidieren, Kräfte sammeln, reorganisieren und nächste Ziele wählen.
Oder anders: jetzt erstmal Ruhe ins Spiel bringen und einen sauberen Spielaufbau aufziehen.
Sorry, wir sind zwar gerade aus dem Urlaub wieder da, aber in den nächsten Wochen und Monaten wird dieses Blog vermutlich weiterhin etwas traurig und vernachlässigt aussehen: beruflicher Stress, Hausbau, KiTa-Eingewöhnung, Schulbeginn und Schwangerschaft — da werden die freien Blogger-Abende knapp!
Das Schiffshebewerk in Niederfinow ist ein beeindruckendes Stück Technik. Da haben die Leute vor 80 Jahren fast 30.000 Tonnen (dreißigtausend Tonnen! Dreißigtausend!!!) Stahl und Beton in den märkischen Sand gesetzt, und das Teil wuchtet noch heute Schiffe in die Höhe. Ich bin ja leicht zu begeistern, besonders von Ingenieurskunst — aber allein schon die absurden Ausmaße dieser riesigen Konstruktion haben mir fast einen Schluckauf verpasst. Nehmen wir sowas Banales wie den Gewichtsausgleich für die Tragseile: der Hebetrog und die Gegengewichte sind derart austariert, dass das zusätzliche Gewicht der soundsoviel Kilometer Stahlseil, wenn sie auf einer Seite runterhängen, schon ausreichen würde, um die Motoren zu überfordern. Also haben die Ingenieure vier riesige Ketten unter Gegengewichte und Trog gehängt, die die Gewichtskraft der 256 Drahtseile ausgleichen. Jedes Kettenglied wiegt ungefähr soviel wie unser Auto, und die Sicherheits-Schneckenschrauben am Trog vermutlich soviel wie ein LKW.
Habe ich schon die riesigen Ausmaße erwähnt? Das Ding kommt mir vor, als hätte jemand den Eiffelturm mit einem Aufzug ausgestattet, mit dem man den Arc de Triomphe heben kann. Toll.
Und seit vorgestern zeichnet noch etwas das Schiffshebewerk in Niederfinow aus: auf der nordöstlichen Ecke der Besucherempore wurde Simon Thomas Friedrich Fürchtegott Hieronymus Balthasar Severin himself gewickelt.
Jawollja.
Das Schiffshebewerk hat dem Kleinen übrigens auch gefallen. Abendlicher Kommentar:
“Mir hat defallen, wie der Kanal bis danz nach oben deflosst ist.” Pause. “Ich war beeindruckt!”
Seit Monaten lese ich regelmäßig bei LobbyControl, was für undurchsichtige Sachen in deutschen Ministerien ablaufen. Glaubt denn irgendjemand, dass Gesetze neutral und objektiv sind, wenn ihre Verfasser von der Industrie bezahlt werden statt vom Bürger?
Jetzt gibt es eine Petition, um die Verwaltungsvorschrift zu überarbeiten, welche vor einem Jahr halbherzig den Lobby-Sumpf trockenlegen sollte:
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Mitwirkung von externen Mitarbeitern in deutschen Bundesministerien an einer zentralen Stelle zeitnah veröffentlicht wird.
Es sollten mindestens folgende Informationen offen gelegt werden:
Gesamtzahl der externen Mitarbeiter,
Tätigkeitsbereiche,
Bearbeitete Projekte,
Bereitstellendes Unternehmen oder Organisation
Begründung
Durch externe Mitarbeiter in Bundesministerien können Interessengruppen oder Unternehmen direkten Einfluss auf die Arbeit der Bundesministerien nehmen. Hierdurch besteht die Gefahr, dass die Arbeit der Bundesministerien von ihrem im Grundgesetz festgelegt Umsetzungsgebot von Parlament und Rechtsprechung beeinflusst werden. Daher besteht aus meiner Sicht zumindest ein öffentliches Interesse zu erfahren, welche Interessengruppen oder Unternehmen in die Arbeit von Bundesministerien involviert sind. Dies sollte für die Öffentlichkeit an einer zentralen Stelle zeitnah einsehrbar sein.