Das Fassungsvermögen des gemeinen Säuglings

Die Osterferien sind bald vorbei, diverse Verwandte besucht, jede Menge Autobahnkilometer sind befahren worden und eine Menge Dinge gelernt. Unser Milchmonster zum Beispiel hat in den letzten paar Wochen das Krabbeln gelernt, das Hochziehen und Aufrichten an Dingen (mit Sonderpunkten für nachgiebigen Halt, wie durch Hosenbeine oder Bodenvasen), die ersten Grundlagen der Kommunikation über Fingerzeig und Silbengebrabbel, den Genuss von Fisch, Brechbohnen und Kohlrouladen… bestimmt habe ich noch was vergessen.

Überhaupt, das Essen:
Im Laufe von 24 Stunden hat unsere kleine Fressmaschine beispielsweise Brei aus drei Löffeln Reisflocken, ein halbes Glas Apfelmus, anderthalb Scheiben Butterbrot, einen kleinen Topf Gemüsematsch, noch eine Portion Brei (wieder aus drei Löffeln Reisflocken) mit einem halbem Glas Apfelmus, diverse Scheiben Zucchini mit italienischen Kräutern und zwei Fläschchen Milch vertilgt — ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Wenn man im Geiste die Menge einer durchschnittlichen Mahlzeit auf den Rumpf unseres Mutantenkindes projiziert, dann stellt man fest, dass es zwischen Becken und Schlüsselbein nur noch aus Magen bestehen kann.

Beim nächsten Arztbesuch werden wir Junior nüchtern hinschleppen müssen, damit der arme Doktor Holtmannspötter noch was anderes ins Stethoskop kriegt als Verdauungsgeräusche. Jetzt ist mir auch klar, warum der die letzten Male immer so konzentriert die Achsellymphdrüsen abgehört hat: da haben die Lungen gesessen!

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