Bilderrätsel

Heute, liebe Kinder, spielen wir ein kleines Ratespiel:

Was könnten diese Kameras bewachen?

Hochsicherheitstrakt

Die Auflösung:

Jaaa, liebe Kinder, das seid ja ihr! Nur das Beste für unsere Kleinen!

Hochsicherheitskindertagesstätte

In so eine Kindertagesstätte wie die hier ginget ihr auch gerne, was? Die wird von mindestens fünf Kameras überwachtgeschützt — seht ihr sie? Schaut mal: zwei auf dem großen Mast im Vordergrund, zwei auf dem Mast ganz hinten hinter der Schaukel, und mindestens eine in der Mitte der Dachkante am rechten Bildrand.

Na, liebe Kinder, habt ihr alle gefunden?

Fein!

Jaaa, bei sovielen Kameras kann Mama ja auch euren Kinderwagen ganz beruhigt draußen stehen lassen!

(Ausser natürlich es regnet — da nützen dann all die schönen Kameras auch nichts mehr…)

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10 Antworten zu “Bilderrätsel

  1. Es wird dafür aber auch einen Grund geben, oder? Ist es nicht neben einem Kindergarten?

  2. Natürlich ist das neben dem Kindergarten, aber was hat denn das damit zu tun? Ein Kindergarten ist doch kein Hochsicherheitstrakt. Stellen Horden von maraudierenden Kindergartenkindern jetzt eine erhöhte Terrorgefahr dar und müssen deshalb überwacht werden? (erinnert mich irgendwie an Monty Python … gab es da nicht auch so gefährliche Kleinkinder? Direkt neben den Omas und den Rechtsabbiegeschildern?)

    Es besteht nicht mal die Gefahr, dass die Kids auf die Straße laufen, die KiTa liegt am anus mundi. Und eingezäunt isses auch.

  3. Der Offizielle Grund ist, das dort einmal Randaliert wurde (es wurde eine abends/nachts Fensterscheibe des Spielzeugschuppens kaputtgemacht).

    Das ist jedoch bestimmt nur Vorgeschoben, und in Wirklichkeit ist das ganze ein Pilotprojekt des Innenministeriums um die Kinder gegenüber Überwachungsmaßnahmen zu desensibilisieren.
    Oder besser, um zu verhindern das die Kinder sich irgendwann mal gegenüber Überwachunsmaßnahmen sensibilisieren lassen (denen sind die Kameras nähmlich im Moment absolut egal). Wenn die die ersten Jahre ihres Lebens im freien ständig Kameras um sich herum haben (vier Gruppen gehen von 0-3 Jahren, und eine gehr von 3-6) dann kümmerts einen auch nicht wenn am Arbeitsplatz ne Kamera über einem hängen wird.

    Auf jeden Fall war es wirklich traurig mitzuerleben wie die Verantwortlichen dort keinerlei Verständnis für die Skepsis hatten…

  4. „und in Wirklichkeit ist das ganze ein Pilotprojekt des Innenministeriums um die Kinder gegenüber Überwachungsmaßnahmen zu desensibilisieren.“ – ich glaube es nicht. Warum sollen DIE Kinder in DEM Kindergarten sensibilisiert werden? Und was ist mit den anderen, sie sollen sich dann selbst, wenn sie erwachsen sind, sensibilisieren? Was bringt es, 100 Kinder zu sensibilisieren, und 10.000 nicht? Ich denke auch nicht dass Innenministerium „so weit“ in die zukunft denken wird.. Es ist eher eine übertribene Massnahme des Kindergartens wg Randalierung.

    Kamera am Arbeitsplatz? Ach ja, Lidl & Co.. Ich glaube fest dass MA-Cam-Überwachung keine Entwicklung bekommen wird – wenn man jemanden nicht vertraut, dann soll man ihn auch nicht in der Firma einstellen, oder?

    Grüß,
    Fiona

  5. Fiona, ich nehme an, dass Andi dem Innenministerium nicht ernsthaft unterstellt, dass es direkt für die Aufstellung der Kameras verantwortlich sei. Aber eine Mitschuld gebe ich Herrn Schäuble schon: mit seinen ständigen Katastrophenwarnungen bereitet auch er den Boden dafür, dass Kameraüberwachung mittlerweile von einigen als Mittel der Wahl und als völlig normal angesehen wird.

    Ihre Bemerkung „Es wird dafür aber auch einen Grund geben, oder? Ist es nicht neben einem Kindergarten?“ habe ich nicht recht verstanden. Ist ein Kindergarten denn ein hinreichender Grund für Überwachungskameras? Wenn ja, dann dient dies in meinen Augen nur zur Illustration von Punkt 1: große Teile der Bevölkerung sind nicht sensibilisiert gegenüber Kameraüberwachung.

    Und was die Mitarbeiter-Überwachung angeht: wenn ich es richtig verstanden habe, dann vertrauen diese Firmen niemandem, den sie angestellt haben. Wie denn auch? Als Kassenkraft bei Lidl wird man schlecht bezahlt, hat einen stressigen Job und keinerlei Aufstiegs- oder auch nur Gestaltungsmöglichkeiten. Unter diesen Umständen kann man als Arbeitgeber keine große Jobzufriedenheit oder Loyalität seiner Untergebenen erwarten, sondern muss im Gegenteil damit rechnen, dass die Mitarbeiter jede Gelegenheit nutzen, ihr Gehalt aufzubessern.

  6. Na ja, weil du geschrieben hast „Jaaa, bei sovielen Kameras kann Mama ja auch euren Kinderwagen ganz beruhigt draußen stehen lassen!“ – das hat mich verwirrt, weil ich dachte, es wird nur ein normaler Spielplatz überwacht.

    Lidl muss man fast getrennt betrachten. Ich verstehe nicht die Kameras in grossen Firmen, in modernen Büros – psychologisch und wirtschaftlich gesehen ist es reine Katastrophe…Leidtragende sind dann die Kunden, das Firmenimage und schlüssendlich der Geschäftsführer selbst, der die ganze Überwachung veordnet hat.

  7. Wenn ich Sie richtig verstehe, Fiona, dann sind Überwachungskameras an Straßenecken oder öffentlichen Gebäuden in Ordnung, aber in Supermärkten, Warenlagern oder Büros nicht.
    Richtig?

  8. Was mich bei dieser KiTa-Überwachung auch aufregt: diese Anlage dürfte mit Kameras, Masten, Wiedergabe- und Aufnahmeeinrichtungen einige Tausend Euro gekostet haben.
    Für dieses Geld kann man genug Fensterscheiben kaufen, um die Folgen ganzer Generationen von betrunkenen Rowdies zu reparieren. Und wenn einem das zu wenig vorbeugend ist, kann man auch einfach den Zaun um einen Meter aufstocken, das sollte auch reichen.

    Aber diese Art von Überwachung? Jungejunge…

  9. Aber mann muss doch die Kinder vor den Glasscherben im Sandkasten schützen.
    Hach wie gut das ich in einer friedlichen Kleinstadt aufgewachsen bin und nicht in einer so schrecklichen Großstadt wie Münster.

    P.S. Wer Ironie findet darf sie behalten.

  10. Ok, „erwischt“ – ich finde Mitarbeiter-Überwachungen, sei es in Supermarkten oder Büros, nicht in Ordnung. An öffentlichen Gebäuden – wenn aus der Erfahrung ein Nutzen ersichtlich ist – warum nicht?

    Ein Zaun um Kindergarten?? Und dann noch Gitterstäbe am Fenster, damit die Kinderleins ev. für die Zukunft vorbereitet werden bzw. desensibilisiert sind.. :-) Nene, ein Zaun ist keine gute Idee, die Kinder müssen ja rausgucken dürfen, sonst tut es ihren sensiblen Kinderseelen nicht gut.

    Ich habe eine andere Idee: Sie sollten einen Wachmann anstellen (und ihn nicht überwachen) – das schafft Arbeitsplätze und Freude bei dortigem sonst so weiblichen Kollektiv..

    ;-)

    Grüße aus Wien

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