Musikhalle für alle?

Musikhalle, ja oder nein?

(Für die Nicht-Münsteraner: Münster hat keine Musikhalle. Nach dem Krieg wurde das Stadttheater wieder aufgebaut (preisgekrönt übrigens, die Architektur ist für damalige Verhältnisse wirklich verwegen), aber für eine Musikhalle fehlte in den 50ern, den 70ern und auch Ende der 80er immer irgendwie das Geld. Jetzt hat der Stadtrat im letzten Jahr beschlossen, sich mit 12 Millionen Euro am Bau einer Musikhalle zu beteiligen, die eine Initiative gerne für 30 Millionen vor das Schloss setzen möchte. Die restlichen 18 Millionen müssen aus anderer Quelle kommen, zum Beispiel Spenden. Der Stadtrat hat ausserdem beschlossen, 50 Veranstaltungen im Jahr dort zu buchen, statt in die Halle Münsterland oder den Rathausfestsaal zu gehen.)

Um die einleitende Frage zu beantworten: Nein, nicht unter diesen Umständen.

Münster braucht keine Halle.

Wäre es schön, wenn Münster eine Musikhalle hätte? Ohne Frage!
Würde ich gerne Konzerte in der Musikhalle besuchen oder selber dabei mitwirken? Natürlich!
Ist eine Musikhalle für Münster überlebensnotwendig? Natürlich nicht!

Alle Versuche, den Bau als einmalige Chance und als dringend nötig darzustellen, sind, Entschuldigung, Quatsch. Wäre es ein Verlust, wenn das Land NRW uns den Hindenburgplatz nicht schenkt? Ohne Einwilligung der Stadt läuft da doch sowieso nichts! Oder glaubt ernsthaft jemand, dass das Land uns irgendwann einen Verwaltungsbau vor das Schloss klotzt, wenn überall Behörden geschlossen werden? Und was den Bedarf angeht: Wenn unser Lokalblatt irgendwelche aussenstehenden Parteipolitiker zitiert, die sich staunend die Augen reiben, dass sich Münster keine Musikhalle leisten kann, mein Gott, wie provinziell!, dann kann es das ja gerne tun. Das heißt aber nicht, dass man sowas ernstnehmen muss. Dieses Argument ist ungefähr so zwingend wie „Aber meine Freunde kriegen auch einen Porsche zum Geburtstag!“

Und genau das ist die Musikhalle für Münster: Luxus! Ein Sahnehäubchen. Eine schöne Sache, wenn man sie hat — aber man sollte sich die Anschaffung dreimal überlegen. Und wenn man pleite ist, dann muss man halt an solchen Dingen sparen.

Pleite? Ja, pleite!

Erinnern wir uns: es ist keine zwei Jahre her, da haben Rödl&Partner einen Katalog von Maßnahmen vorgelegt, die dauerhaft den Stadthaushalt um 30 Millionen Euro entlasten sollten. Damals war der Aufschrei ohrenbetäubend, und der gute Oberbürgermeister hat lange und heftig argumentiert, dass man den Gürtel enger schnallen und jeder sein Scherflein beitragen und seine Last tragen und seinen Beitrag leisten müsse… Ach, was wurde nicht alles gekürzt und gestrichen! Schülerfahrtkostenzuschüsse, Stadtbücherei, Schulbücher, Theater, ei ei ei… Das ging soweit, dass die Erzieherinnen in den Kindergärten gefeuert wurden und dann mit neuen, billigeren Verträgen wieder eingestellt! Das ist nicht die feine englische Art, klar, und wenn Nokia das gemacht hätte, dann würden wieder alle zum Boykott aufrufen, aber hey: die Sachzwänge… Na gut, irgendwann hat auch der blauäugigste Idealist die bittere Pille geschluckt, dass Münster kurz vor der Zahlungsunfähigkeit steht und wir einfach eisern sparen müssen, Punkt.

Tja. Wie schön, dass plötzlich soviel Geld in der Kasse ist.

Wieviel Geld?

Schaun wir mal: Der Rat hat erstmal zwölf Millionen zugesagt, aber wieviel das im Endeffekt wird, kann keiner sagen. Zum Einen wird da noch die eine oder andere Million dazukommen, um das Gelände um die Halle herum zu gestalten und Parkplätze und Zufahrtsstraßen zu bauen. Und dann dürfte der Bau natürlich um das eine oder andere Milliönchen teurer werden als geplant — oder kann sich jemand erinnern, wann das letzte öffentliche Bauprojekt im Budgetrahmen geblieben ist? Und wenn da erstmal der Rohbau steht, dann kann die Stadt natürlich nicht sagen: „Ach, ihr habt kein Geld mehr? Zu dumm, das… da werden wir dann wohl eine nutzlose Bauruine vor dem Schloss haben, tscha…“ Nein, da nimmt man dann zähneknirschend soviel Geld in die Hand, wie nötig ist, um das Ding wenigstens in Betrieb nehmen zu können.

Apropos Betrieb: so eine Musikhalle finanziert sich ja nicht selber. Jaaaa, die Musikhallenfreunde behaupten zwar, dass sich die Halle selber trägt — aber warum macht das dann kein privater Investor? Es gibt doch Theaterinitiativen, Musikkneipen, gewerbliche Diskos — warum reißen sich die Unternehmer nicht darum, sowas auf die Beine zu stellen? Warum hat sich kein Träger gefunden, der das Ganze managt? Antwort: weil es ein Zuschussgeschäft ist. Die Musikhallen im Ruhrgebiet oder in Bielefeld brauchen, genau wie die Theater, jedes Jahr öffentliche Gelder. Warum sollte das in Münster anders sein?

Auswirkungen auf den Resthaushalt

Und das ist ja noch nicht alles: was in die Musikhalle gesteckt wird, muss irgendwo herkommen. Die Musikhallenfreunde sagen zwar, dass das Geld nirgendwo anders abgezwackt wird, und dass auch die Haushaltskürzungen nicht zurückgenommen werden, wenn die Musikhalle nicht gebaut wird, aber — Moment, ich muss das zitieren:

Kein Euro, der in die Kultur- und Kongresshalle investiert wird, wird einem laufenden städtischen Projekt entzogen. Fakt ist auch, dass kein Euro, der nicht in die Kultur- und Kongresshalle investiert wird, einem von Kürzungen betroffenen Projekt zugeführt werden kann. Das geht aus haushaltstechnischen Gründen nicht, wenn man sich als Privatmann einen Kredit zum Hausbau besorgt, fragt die Bank auch kritisch nach, wenn man dann das ganze Geld für Ego-Shooter und Champagner ausgibt.

Das ist frech, oder?
Liebe Musikhallenfreunde, euer Vergleich hinkt. Gestattet, dass ich das Bild korrigiere:

Ihr habt schon einen Kredit für das Haus aufgenommen, und jetzt seid ihr ziemlich knapp bei Kasse. Für die meisten Reparaturen fehlt das Geld: Der Keller muffelt, das Dach ist undicht, durch die Fenster pfeift es. Dem armen Sohnemann wurde die Klassenfahrt gestrichen, Töchterlein trägt die Klamotten von irgendwelchen Kusinen zweiten Grades, und Blumen für die Frau Gemahlin gibt es auch nicht mehr, weil ja die Familie fast pleite ist. Alle grummeln, aber was will man machen.

Aber jetzt, jetzt gibt es ein einmaliges Schnäppchen: Ein Porsche für nur 30.000 Euro! Und der reiche Onkel Herbert schießt 18.000 zu, bleiben noch 12.000, das ist fast geschenkt! OK, Versicherung und Steuer werden jedes Jahr noch einiges kosten, aber trotzdem: ein Porsche, juchu! Den wolltet ihr schon immer mal haben! Und diverse Nachbarn haben auch einen, das muss schon sein, ausserdem geht die Familienkutsche einfach nicht so gut ab…

So passt der Vergleich schon eher, oder? Und damit ist auch klar, dass es natürlich nicht schlagartig Freibier für alle gibt, wenn der Porsche nicht angeschafft wird — aber wenn ihr betont, dass ein Verzicht auf den Porsche den Familienetat nicht entlastet, dann ist das schon eine Beleidigung der restlichen Sippe.

Aber ich fürchte, dass die Musikhallenfreunde einfach den größeren Werbeetat und die einflussreicheren Freunde haben. Wenn ich morgen die Zeitung aufschlage, dann wird wieder seitenweise Schleichwerbung für die Musikhalle drinstehen, und die Musikhallengegner kriegen eine Zitat irgendwo in der Ecke ab.

Mal sehen, wie die Abstimmung am Sonntag ausgeht.

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9 Antworten zu “Musikhalle für alle?

  1. Ich glaube, meine Meinung ist ähnlich wie deine – habe das gerade noch bei einem Aaseespaziergang diskutiert.
    Klar, ich kann die Augen schließen und meiner Phantasie freien Lauf lassen, dann sehe ich einen Hindenburgplatz, der nichts mehr mit der derzeitigen löchrigen Betonwüste, auf der hier und da ein Auto parkt, zu tun hat. Stattdessen sehe ich einen gestalteten innerstädtischen Platz, auf dem Leben stattfindet und an dessen nördlicher Seite sich eine Musikhalle harmonisch in das Bild einfügt, eine Musikhalle übrigens mit mehr Rundungen als Ecken. Die Straße ist in dieser Phantasie im Bereich der Frauenstraße tiefergelegt, so dass Fußgänger ungehindert aus der Stadt heraus auf diesen Platz flanieren können.
    So weit, so schön, aber es ist eben eine Phantasie, die Geld kostet, und das Geld ist einfach momentan nicht da, es fehlt an allen Ecken und Enden, ich komme zum Beispiel täglich an der Ruine des Südbades vorbei, das seit ca. 4 Wochen abgerissen wird. Und darum bin ich zwar vielleicht ein Musikhallenvisionär, aber auch jemand, der dagegen ist, dass die Stadt 12 Millionen Euro ausgibt, um ihre Phantasie (die ja auch ganz anders als meine Phantasie sein kann) in die Tat umzusetzen.
    Man könnte doch einfach mal ein Jahr lang eine Spendendose aufstellen und schauen, was dabei herumkäme, vielleicht sind ja die derzeit sehr aktiven MusikhallenbefürworterInnen bereit und in der Lage, selbst ihr Scherflein beizutragen.

    Und dass Landespolitiker jetzt ihren Sermon dazu abgeben, ist auch klar – man muss sich einfach nur ihre Parteibücher ansehen…

  2. Ich kann dem kaum etwas hinzufügen, auch wenn es jetzt unkreativ klingt, aber ich sehe das ziemlich genauso. Natürlich wäre eine Muiskhalle nett. Ich meine, hey, man stelle sich vor, das FME gibt da ein Gastspiel … fände ich schon chic. ABER ich liebe den Hindenburgplatz, der zu den größten innerstädtischen Freiflächen Europas gehört (je nachdem, wie man misst, liegt er manchmal auf Platz zwei direkt hinter dem Petersplatz). Ich will nicht, dass da so ein doofer Kasten hingebaut wird.

    Und außerdem finde ich, es gäbe wichtigeres, wofür die Stadt mal wieder etwas Geld ausgeben könnte, wenn ihr doch die lokale Kultur so am Herzen liegt. Sämtlichen Stadtteilzentren und anderen sozialen und kulturellen Einrichtungen werden Stellen und Gelder weggekürzt, weil die Stadt ja so dringend sparen muss. Das ist aber die Kultur, die wir brauchen. Das ist eine Möglichkeit, benachteiligte Jugendliche von der Straße zu holen und ihnen sinnvolle Alternativen zu bieten, das ist die Möglichkeit, der Vereinsamung von alten Menschen vorzubeugen und es ist die Möglichkeit, lokalen Talenten eine Startchance und erste Auftrittsmöglichkeit zu geben. Einrichtungen wie das Bennohaus, das Kreativhaus oder das Fachwerk in Gievenbeck tun meiner Meinung damit mehr für die Kultur in der Stadt als eine Musikhalle das je könnte.

    Und überhaupt tun die Musikhallenbefürworter immer so, als fände ernstzunehmende klassische Musik in Münster gar nicht statt. Ganz so ist es ja nun auch nicht. Wir haben einige Sinphonieorchester, Profis wie Laien, und die finden durchaus Auftrittsmöglichkeiten: die Aula der Waldorfschule, die Aula am Aasee, das Stadttheater, die Stadthalle Hiltrup, ja, sogar in der Halle Münsterland kann man durchaus (neben Europas größter Kegelparty) auch Konzerte abhalten. Sogar klassische. Gut, die Akustik ist … hm … „drüsch“ würde man am Niederrhein sagen, trocken eben.

    Also, meine Stimme am Sonntag lautet „ja“. Das, meine lieben Freunde, ist übrigens wiedermal so ein absoluter Hohn. Stimmen Sie „ja“ wenn sie „nein“ meinen und „nein“ wenn doch. Und egal wie dieser Bürgenentscheid ausgeht wird die unterlegene Seite sich darauf berufen, dass das dumme Stimmvolk das bestimmt nicht kapiert hat und darum falsch abgestimmt und dass der Bürgerentscheid darum gar nicht ernstzunehmen ist.

  3. ich bin auch gegen „diese“ musikhalle, aber aus etwas anderen gründen. liest man sich die unter münster.de eingestellten informationen durch, die dem stadtrat bei seinem beschluß zur verfügung standen, kann man nur zu einem schluß kommen: es wäre wünschenswert, wenn münster eine kultur und kongreßhalle bekäme – aber diese müßte 1500-2000 plätze haben. nur bei einer derartigen größe könnte man auch internationale stars nach münster bekommen. die jetzt geplante halle ist ein fauler kompromiß zwischen dem gerade noch aufzubringenden geld und einer kleinen verbesserung z.b. gegenüber dem h1 mit seinen 800 plätzen. die neue halle böte beim auftritt eines einzelnen stehgeigers etwa 1400 plätze, beim auftritt eines großen orchesters aber nur noch ca. 1000. die halle stellt also platzmäßig keine wirkliche verbesserung dar. wenn sie jetzt aber gebaut wird, ist die chance für münster, eine wirklich sinnvolle große halle zu bekommen, für jahrzehnte vertan. insofern erübrigt sich für mich deshalb die diskussion über die (fragwürdige) finanzierung. für den standort der halle gäbe es sicher auch andere plätze, z.b. zwischen halle münsterland und kanal; andererseits ist der hindenburgplatz mit seiner nutzung als riesenparkplatz auch nicht wirklich eine attraktion münsters. solange gewährleistet ist, daß send, zirkus und reitturniere dort weiterhin stattfinden können, hätte ich nichts dagegen, wenn dort am rande eine auch architektonisch interessante halle gebaut würde.

  4. Hans-Dieter Hunscher

    Ich befürchte bei einem Bau der „Halle für alle“(?) Folgekosten, die unserer Stadt wehtun. In Coesfeld trägt sich eine solche Halle ohne öffentliche Zuschüsse. Und muss man den Hindenburgplatz mit so einem Klotz verschandeln? Wenn schon eine Musikhalle gebaut werden soll, sollte sich doch ein besserer Platz finden lassen.

  5. Hoppla, fleißiger Kommentarzuspruch, aber nur von Musikhallengegnern. War ich zu heftig in meiner Wortwahl?
    Gerade habe ich noch schnell ein paar Zwischenüberschriften markiert, damit der Text besser lesbar ist.

    @Capella: Die Überschneidung zwischen der geplanten Musikhalle und der Waldorfschulenaula ist gering, was die geplanten Programme angeht. Wieviele Plätze hat diese Aula? Anne-Sophie Mutter füllt nunmal eine ganz andere Kategorie von Sälen…
    Und es stimmt schon, wenn die Hallenfreunde sagen, dass es in MS keinen großen Saal mit guter Akustik gibt.
    Was die Formulierung der Abstimmungsfrage angeht: gab es da nicht eine Regelung, nach der die Frage immer aus Sicht des Bürgerbegehrens formuliert mit Ja zu beantworten sein muss? Ich meine, irgendwo mal über sowas gestolpert zu sein.
    Aber ich finde auch witzig, dass manche Leute anscheinend der eigenen Fraktion derart wenig Textverständnis zugestehen wollen…

    @gero: von Kongressen war bei mir ja noch garnicht die Rede! Eine Kongresshalle und eine Konzerthalle sind zwei Paar Schuhe; das sind vollkommen unterschiedliche Anforderungen an die Akustik, die mWn nicht ohne Weiteres unter einen Hut zu bekommen sind (womit ich die Bekleidungsmetaphern jetzt auf die Spitze getrieben habe).
    Offenbar sieht einer der letzten Entwürfe der Befürworter vor, ein separates Kongresshotel auf den Uni-Parkplatz neben dem Hindenburgplatz zu setzen. Also nix mehr mit Kongress-Kultur-Kombo.

    @Hans-Dieter Hunscher: Aber die Halle in Coesfeld finanziert sich doch über Spenden, oder trägt die sich aus dem laufenden Betrieb selber?

  6. @Christian
    Die halle in Coesfeld trägt sich selber, oder soll es zumindest nach fünf Jahren oder so machen. Bis dahin zahlt halt der Herr Ernsting ein bisschen drauf.

    @Hans-Dieter Hunscher
    Wie die Halle aussehen soll steht ja noch gar nicht fest. Es soll ja noch einen Architekten-Wettbewerb geben.

    Zu: „Der Platz wird verschandelt“
    Hallo, der Platz ist eine Schande. Schaut ihn euch an, wo ist der schön? Egal was da gemacht wird, der kann doch nur schöner werden.

    Aber die eigentliche Frage ist doch, was für einen Nutzen hat die Stadt von so einer Halle? Wie viel Geld fließt damit nach MS und nach wie viel Jahren machen sich die 12 Millionen bezahlt.

    Auch ist ja noch nicht einmal möglich zu sagen, ob es noch Förderung vom Bund, Land oder der EU geben wird ohne den Architekten-Wettbewerb.

    Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt weder für noch gegen die Halle sein, da die wichtigsten Informationen noch fehlen. Der Bürgerentscheid ist einfach zu früh.

  7. @christian: seid das bürgerbegehren konreter wird, hat die stadt auf münster.de die „musikhalle“ in „kultur- und kongreßhalle“ umgetauft. bezüglich der nutzung durch kongresse wurden alle münsteraner professoren angeschrieben und etliche (~20) gaben an, sich jährlich einen kongreß vorstellen zu können. das konzept als musik- und kongreßhalle besteht schon seid jahren und ist auch ohne weiteres architektonisch und akustisch miteinander vereinbar. parallel dazu steht auch schon seid vielen jahren fest, daß münster zuwenig hotelbetten für mögliche kongresse von internationalem niveau hat. für die planung eines großen tagungshotels auf dem alten zoogelände gab es auch schon verschiedene entwürfe.

    @tobias: die kompletten informationen findest du unter münster.de, mit briefwechsel und stellungnahmen kompetenter leute. da steht z.b. auch, daß z.b. anne-sophie mutter oder ähnliche größen in der geplanten (zu kleinen) halle nicht auftreten werden, weil mit geplanten anzahl von sitzplätzen keine annehmbaren konzertpreise zu erreichen sind. da wird eine zahl von 1500-2000 plätzen zugrunde gelegt.

  8. @Tobias: Hatte Herr Ernsting nicht für die laufenden Kosten des Konzerttheaters eine Stiftung gegründet, die er mit mWn 16 Millionen bestückt hat? Mit sowas kann man vermutlich eine kleine Halle (die in Coesfeld hat unter 700 Plätze, oder?) schon ganz gut finanzieren. Oder soll sie tatsächlich Gewinne einfahren? Das wäre dann wohl ein Novum…

    @ gero: OK, wenn ich recht darüber nachdenke, dann passt in einen Konzertsaal auch ein Kongress. Ich kenne halt größere Versammlungsäle immer nur mit flachem Boden und richtigen Tischen drin, und gute Konzertsäle haben meist ansteigende Sitzreihen und Ränge drüber. Aber wenn man beim Kongress auch ohne eine Schreibmöglichkeit in Konzertsaalsitzen sitzen möchte, kann man ja auch in einem Konzertsaal einen Kongress abhalten. Zur Not könnte jeder Platz so ein kleines Klapptischchen vorne dranpappt kriegen, wie die Unihörsäle sie haben — dann sieht das Ganze zwar wieder aus wie der H1, aber solange die Akustik nicht drunter leidet: OK.

    Nochwas, was die Größe angeht: im Kongress-Saal der Halle Münsterland können über 1100 Leute sitzen, in der großen Halle irgendwas über 3000. Vermutlich ist die Akustik in der großen nicht so gut; ich kenne sie nicht. Das Ding ist nur: wenn die geplante Musikhalle irgendwas wie 1500 Plätze haben wird, dann gibt es mit der Halle Münsterland eine recht große Überschneidung, was die möglichen Acts angeht. Da fischen also die Betreiber der beiden Hallen mehr oder weniger im selben Teich, und dann schafft keiner die nötigen Auslastungszahlen, und das erhöht dann wieder bei beiden Defizit und Zuschussbedarf.

  9. Pingback: Nochmal Musikhalle « Det fiel mir ooch noch uff…

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