Klangdesign am Elektrorasierer

Der Hauptgrund, warum ich einen Bart trage, ist Rasier-Faulheit. Das unterstelle ich, nebenbei bemerkt, auch 90% der Bartträger in unseren Breiten: die wenigsten Leute haben Lust, sich morgens (und manche notgedrungen nachmittags ein zweites Mal) für mehrere Minuten mit irgendwelchen Metallgeräten im Gesicht rumzufuhrwerken und dafür auch noch ihre Haut zu riskieren.

In meinem Fall kann sich das vielleicht für eine Weile ändern, weil ich seit Weihnachten einen singenden Rasierer habe. Dieser wundersame Elektroartikel aus dem Hause Br*un schnarrt mit dem Scherblatt ein C und summt mit dem Motor ein E drüber. Wenn man den Langhaarschneider einschaltet, dann wird der Akkord zu B/D transponiert, und je nach Ladestand des Akkus schwankt das Ganze auch um ein paar Halbtöne. Nicht sonderlich konstant also, die Intonation, aber in sich eine saubere große Terz. Da fragt man sich doch, ob der Hersteller extra dafür einen Klangdesigner eingesetzt hat, so wie Autofirmen geduldig an Motorenklang und dem satten Klacken der Türen feilen.

Und seit mir das mit dem Akkord aufgefallen ist, träume ich beim Rasieren manchmal von einem kleinen Haushaltgeräte-Orchester…

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Eine Antwort zu “Klangdesign am Elektrorasierer

  1. Frederik Klama

    Wenn du das ‚Haushaltsgeräte-Orchester‘ tatsächlich in die Tat umseltzt, bitte Filmen und bei YouTube reinstellen… ;)

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