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Radfahren im Winter

Jeder, der einen Bart trägt, kennt das Phänomen, dass ihm in knackiger Kälte der Bart einfriert. Man(n) fühlt sich dann immer ganz verwegen und naturnah und männlich. OK, ich zumindest. Mir passiert das meist beim Radfahren, das ist im Winter ja auch ganz verwegen und naturnah und männlich.

Zugegeben, einfrierende Bärte sind nicht auf Radfahrer beschränkt: Schifahrer und Polarforscher beispielsweise kennen das auch. Aber diese Leute haben meist eine Schibrille auf, wie der freundliche Herr links. Wenn ich aber unbebrillt radfahre, dann frieren mir bei diesen Temperaturen manchmal sogar die Wimpern zu. Das ist dann mal abgefahren! Es fühlt sich echt witzig an, wenn man nach jedem Blinzeln die Augenlider auseinanderreißen muss, damit man wieder was sieht… Blindflug oder Wimpern riskieren, das ist hier die Frage.

Das immerhin ist eine Erfahrung, die auch unbebartete Frauen machen können. Die haben sogar längere Wimpern, also mehr Gefrierfläche — für den doppelten Blindflug-oder-Wimpern-Rausrupf-Spaß! Juchu!

Dummerweise besitze ich keine Schibrille. Aber bevor ich wieder meine Wimpern cryo-epiliere, schaue ich mich doch lieber nach Alternativen um. Wer also demnächst einem einsamen Radler mit Chlorbrille im Schneesturm begegnet: das bin ich.

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Wie das Leben so spielt

Da schnauft man das Treppenhaus hoch, bepackt mit Einkaufstaschen und den Wohnungsschlüssel zwischen den Zähnen, und begegnet Herrn H. aus dem ersten Stock. Natürlich möchte man den begrüßen, also wuchtet man eine taschenhenkelbeschwerte Hand vor den Hosenbund, um lässig den Schlüssel hineinfallen zu lassen und den Mund frei zu haben.
Und dann steht man ziemlich uncool mit schmerzverzerrtem Gesicht auf der Treppe, weil der Schlüsselring sich an einem einzelnen Barthaar festgeklammert hatte.
Autsch.

Ohrwurm: die Intromelodie von Civilization IV