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Andere Leute faulenzen…

Besteste Frau von ganzes Welt ist erholungsbedürftig und wünscht sich deshalb, soweit die Kinder das zulassen, einen Faulenzerurlaub. Beim Planungsgespräch durchfuhr uns blitzartig die universelle Erkenntnis:

 Andere Leute faulenzen — wir regenerieren!

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Neulich, beim Radfahren…

Bei einer Radtour im Urlaub hatte Besteste Frau von ganzes Welt Junior hinten im Kindersitz, und sein Cousin A. radelte nebenher:


BFvgW: Lass das! Wenn Du mir das T-Shirt hochschiebst, dann kriege ich einen kalten Bauch! Da ist doch Dein kleiner Bruder drin!

Junior: (zuppelt weiter an BFvgWs T-Shirt rum)

Cousin: Simon! Simon, hör mal: Du willst doch einen Bruder haben, oder? Hmm? Simon?

Junior: Ja!

Cousin: Also, Du willst einen Bruder haben. Willst Du einen warmen Bruder haben?

Das war ja aus pädagogischer Sicht wunderbar geschickt eingeleitet — aber … naja …

Dachdeckerfragen

Noch was aus dem Urlaub:

Im Sauerland gibt es viele Häuser, die liebevoll mit Schiefer gedeckt und zum Teil auch damit verkleidet sind. Drolligerweise ist bei vielen Häusern unten am Dach der letzte Meter oberhalb der Dachtraufe in Zinkblech oder einem ähnlichen Material gearbeitet statt in Schiefer. Das sieht immer ein bisschen albern aus, so eine Blechschürze am Dach, aber irgendeinen Grund muss das doch haben!

Kosten? Wetterbeständigkeit? Gewicht? Mode? Jahrelange Lieferschwierigkeiten bei sauerländischem Dachschiefer?

Hmm.

Edit: ein Schieferdachdecker (oder wie auch immer diese Leute offiziell heißen) hat gesagt, dass es sich dabei um Reparaturgebinde handele. Offenbar sind die Belastungen durch Schnee an der Dachkante am höchsten, und mit Blech lässt sich so ein Dach erstens billiger reparieren, und zweitens ist es weniger bruchanfällig als die Schieferkante.

Also doch!

Kopfanstöße

Die Hütte, in der wir die letzte Woche verbracht haben, hatte ungefähr das richtige Format für Snoopy: ein Wohnzimmer unten, ein Schlafzimmer oben unterm Dach — wobei der obere „Raum“ an der höchsten Stelle zirka einsfuffzig hoch war. Da oben habe ich mich grundsätzlich nur mit dem Kinn auf Hüfthöhe bewegt, wenn nicht sowieso gleich auf allen vieren.

Aber jeden zweiten Tag hörte man ein „AU! Manno, schon wieder gestoßen!“ durch das Sauerland schallen, und ich musste immer grinsen und an die Anekdote eines Kollegen denken:

Drei Leute fahren nach Japan: ein Zwei-Meter-Mann, eine Eins-Sechzig-Frau und ein Eins-Achtzig-Mann. Der Zwei-Meter-Mann sagt hinterher achselzuckend: „Naja, sind halt klein, die Japaner“, die Eins-Sechzig-Frau freut sich, weil sie endlich mal eine tolle Schuhauswahl für ihre Püppchenfüße hatte, und der Eins-Achtzig-Mann flucht, weil er sich ständig den Kopf gestoßen hatte.

Jaja, normal große Menschen haben schon während der Pubertät aus den leichten Schlägen gegen den Scheitel lernen müssen — damals sind all die Pygmäen hier ja noch drum herum gekommen…

Wieder da!

Die Heimat hat uns wieder. Und wenn ich nicht gestern spontan noch für einen Freund eine Magisterarbeit korrekturgelesen hätte, dann wäre es bestimmt auch ein richtig entspannter Urlaubsrückkehrfaulenztag geworden, mit ein paar Maschinen Wäsche und ansonsten entspanntem Civi-Spielen.

Aber immerhin kenne ich jetzt die Rolle des Begleiters im Detektivroman des ausgehenden 19. Jahrhunderts im Vergleich zur heutigen (Kurzfassung: früher waren die Detektive die spleenigen Sonderlinge und der Leser identifizierte sich mit ihren normalen Begleitern, heute sind die Detektive normal und haben psychopathische Killer als Begleiter).

Was ich mit diesem Wissen jetzt mache? Weiß ich auch nicht.

„Ich nehme mal Geschichte des Krimis für 1000.“

Urlaub!

Tschüss dann, bis in einer Woche!